Waldviertler Blondvieh

 

Entstanden ist die Rasse aus einer Kreuzung von altillyirisch-keltischem Rind und dem ungarischen Steppenrind. Um 1900 setzte sich die einheitliche Bezeichnung Waldviertler Blondvieh für die Rasse durch.


Das Waldviertler Blondvieh wächst langsam, dadurch ist aber das Fleisch stark marmoriert, saftig und besonders zart. Auch ungewürzt hat es einen ausgeprägten Geschmack und zeichnet sich beim Kochvorgang durch kürzere Garzeiten aus. Die Tiere vertragen widriges Wetter, kommen mit kargen Böden gut zurecht und werden selten krank. Auch die Abkalbung verläuft so gut wie immer ohne fremde Hilfe.


Bis in die 1960er Jahre war das Waldviertler Blondvieh in Niederösterreich auf allen Weiden zu finden. Als aber Quantität und schnelles Wachstum in der Rinderzucht immer wichtiger wurden, setzte sich das Fleckvieh zusehends durch. 1982 war das Blondvieh fast ausgestorben: nur noch 23 Kühe und drei Stiere standen in den heimischen Ställen. Erst ein intensives Zuchtprogramm sicherte der Rasse das Überleben. Heute rücken Geschmack und Qualität des Fleisches sowie Bekömmlichkeit der Milch wieder in den Vordergrund und das Waldviertler Blondvieh feiert ein Comeback.

 

Historisch belegte Region der Produktion: Waldviertel


Kontakt:
Gabriel Fegerl & Leo Fegerl
Reinpolz 16, A-3962 Heinrichs bei Weitra
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
http://lebendigevielfalt.at/